Michael Groschek wundert sich, dass Angela Merkel morgen nach langem Urlaub ausgerechnet mit dem Thema „Gute Arbeit“ wieder in das politische Geschehen vor der Bundestagswahl eingreifen will. Beim Thema „Dieselgate“ oder bei den beunruhigenden USA-Nordkorea-Entwicklungen hielt sich die Kanzlerin zuletzt bedeckt.

 

 

„Das ist schon absurd. Schwarz-Gelb in NRW macht gerade den sozialen Arbeitsmarkt kaputt und Angela Merkel hat sich 12 Jahre lang nicht für den Arbeiterstrich in der Dortmunder Nordstadt interessiert. Jetzt stellt sie sich ein paar Kilometer weiter wie eine Sonnenkönigin vor das Stadion und erzählt was von guter Arbeit“, so Groschek.

In NRW habe man die Wahlkampfauftritte von Merkel zur Landtagswahl nicht vergessen, erklärte er weiter: „Da kann man aus heutiger Sicht nicht mehr sagen: Die CDU log wie gedruckt. Sie haben gedruckt gelogen.“ So kündigte CDU-Landesverkehrsminister Wüst in dieser Woche um 10 bis 20 Jahre längere Bauzeiten auf den Bundesfernstraßen und damit weitere Staus an, nachdem man im Mai noch auf Plakaten gegen das „Jahrzehnt der Baustellen“ geätzt hatte. So glaubwürdig sei die CDU auch beim Thema Arbeit.

Wer starke Gewerkschaften, gerechte Löhne für Frauen und Männer, Abschaffung der sachgrundlosen Befristung, Qualifikation bei Arbeitslosigkeit, gleiche Bezahlung bei Leiharbeit oder mehr Geld für soziale Berufe wolle, müsse Martin Schulz und die SPD wählen.

 

Groschek brachte die Unterschiede bei der Wahl auf den Punkt: „Wir sind das Original. Die CDU versteht unter guter Arbeit doch den Kickertisch im Pausenraum oder die langweilige Gartenparty beim Chef. Die sind aber oft große Ausreden, um Lohndrückerei zu betreiben.“

 

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https://www.nrwspd.de/2017/08/11/cdu-und-merkel-verstehen-unter-guter-arbeit-die-langweilige-gartenparty-beim-chef/