In einer gemeinsamen Sitzung erinnerten Mitglieder des SPD-Gemeindeverbandes Neunkirchen und der SPD-Fraktion jetzt an den 20. Juli 1944.

An diesem Tag vor 73 Jahren scheiterte der Bombenanschlag des Widerstandskreises um Graf von Stauffenberg gegen Hitler. Dass die Männer des 20. Juli den Anschlag gewagt haben, bleibe ihr Verdienst – es war ein Aufstand des Gewissens, so die SPD.

 

Anders als damals von der Goebbels-Propaganda behauptet, handelte es sich nicht um die Aktion einer Gruppe reaktionärer Offiziere, sondern um ein Bündnis vieler antinazistischer Strömungen des deutschen Volkes. Es gab organisierten und individuellen Widerstand aus politischen, religiösen und ethischen Motiven. Auch viele Sozialdemokraten und Christen waren aktiv.

 

Für Neunkirchener Sozialdemokraten bleiben in diesem Zusammenhang Namen wie der des Salchendorfers Emil Denker und des Struthütteners Fritz Pfeiffer unvergessen.

Die Erinnerung an die Menschen des Widerstandes ist wichtig, weil diese als Minderheit bereit waren der Realität ins Auge zu schauen. Sie haben nicht nur versucht, die voraussehbare Katastrophe abzuwenden, sondern ihr eigenes Leben dafür eingesetzt, so die SPD.

 

Die Widerstandsbewegung in ihrer ganzen Breite fordert nach Auffassung der SPD Neunkirchen jeden auf, sich immer wieder den bleibenden Wert der Zivilcourage bewusst zu machen und so das Vermächtnis des 20. Juli 1944 lebendig zu halten.

 

SPD Neunkirchen

Gemeindeverband und Fraktion