Zu einer Ehrung für langjährige Mitglieder hatte der SPD-Gemeindeverband Neunkirchen in das Otto-Reiffenrath-Haus eingeladen. Als Ehrengast für diesen Anlass hatte man Friedhelm Julius Beucher, den Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbandes (DBV) gewinnen können.

 

Der GV-Vorsitzende Hans-Dieter Moritz und Bürgermeister Bernhard Baumann begrüßten die zahlreich erschienen Gäste um dann das Wort an den Gastredner zu geben.

Friedhelm Julius Beucher beantwortet Fragen aus dem Publikum

(vlnr.: Fraktionsvorsitzender Heinz-Werner Feuring, GV-Vorsitzender Hans-Dieter Moritz, DBV-Präsident Friedhelm Julius Beucher, Fraktions-Geschäftsführerin Manuela Busch-Meyer)

 

Friedhelm Julius Beucher gab zunächst einen Bericht von den diesjährigen Paralympics in Rio, die er als Mitglied des Nationalen Paralympic Komites begleitet hat. Er bezeichnete es als überaus erfreulich, was dort vorgefunden wurde – im krassen Gegensatz zu den Erwartungen aus den Berichterstattungen im Vorfeld gewonnen hatte. Zudem waren die Paralympics sehr erfolgreich für die deutschen Teilnehmer mit Handicap, was man nicht nur an der Anzahl der Medaillen ablesen solle.

Besonders ging er auf das Thema Doping im Sport ein – auch im Behindertensport, welchen er mit klaren Worten geißelte. Hier sah er weiterhin dringenden Handlungsbedarf auf nationaler und internationaler Ebene. Als klaren Skandal wertete er auch die fortschreitende Kommerzialisierung des Sports auf nahezu allen Ebenen, die ihre jüngsten Auswüchse in den 100-Millionen-Euro-Transfers im Fußball zeigten. Er rief dazu auf, sich dem mit aller Macht dem entgegenzustellen.

Auf Nachfrage des Neunkirchener VTV-Vorstandes, vertreten durch den 1. Vorsitzenden Dr. Gerhard Zoubek und den für Behinderten-, Integrations- und Generationsarbeit zuständigen José Silva sagte er weitere intensive Anstrengungen zu, den Behinderten- und Breitensport nachhaltig zu fördern.

Höhepunkt und Anlass der Veranstaltung war die anschließende Ehrung von langjährigen Mitgliedern des Gemeindeverbandes. Der SPD-Unterbezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Willi Brase ging in seiner einleitenden Dankesrede auf die Verhältnisse in den Jahren ein, in denen die Jubilare in die SPD eingetreten sind.

Gerd Scholl, als Vorsitzender der des SPD-OV Struthütten und Stephan Hub, Vorsitzender des SPD OV Salchendorf überreichten die Ehrenurkunden und Präsente. Dabei zeigten Sie die diversen Aktivitäten der geehrten Mitglieder für die Sozialdemokratie auf.

Für 25 Mitgliedschaft geehrt wurde Gertraude Paul, die seit nunmehr 20 Jahren Kassiererin ihres Ortsvereines Struthütten ist. Für 50 Jahre Mitgliedschaft im SPD-OV Struthütten wurden weiterhin Ernst-Otto Meyer, Rudolf Puchinger und Willy Schwarz geehrt. Sie haben in der Vergangenheit tatkräftig im Ortsverein mitgearbeitet, so u.a. in den Wahlkämpfen, beim Plakataufhängen und anderen Aktivitäten.

Gruppenfoto mit den Jubilaren

(vlnr.: Friedhelm Julius Beucher, Rudolf Puchinger, Willy Schwarz, Ernst-Otto Meyer, Brunhilde Hans, Hans-Dieter Moritz, Ingrid Walther, Gerd Scholl, Stephan Hub, Gertraude Paul, Willi Brase (MdB), Erna Moritz)

 

Aus dem SPD-OV Salchendorf geehrt für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Ingrid Walter, ehemaliges Ratsmitglied und Mitbegründerin der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), sowie Brunhilde Hans, die bis heute und sicher auch weiterhin eine wichtige Persönlichkeit in der Neunkirchener Seniorenarbeit darstellt.

Bereits 50 Jahre Mitglied in der SPD ist Erna Moritz, die – gemeinsam mit Giesela Piefkowski – „Motor zur Gründung der AsF“ war und in dem halben Jahrhundert an nahezu allen Veranstaltungen der SPD Neunkirchen teilgenommen hat.

Mit einem abschließenden Grußwort beendete der SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz-Werner Feuring den offiziellen Teil der Veranstaltung. Aber, wie bei den Sozialdemokraten üblich, saß man noch lange in trauter Runde zusammen um Erinnerungen auszutauschen und die aktuelle Politik zu diskutieren.