In die Diskussion um das einzigartige Wisent-Auswilderungsprojekt schaltet sich jetzt auch der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Falk Heinrichs mit einem Appell an die zuständige Koordinierungsgruppe ein: „Ich möchte die Mitglieder der Koordinierungsgruppe bitten, alles dafür zu tun, das Wisent-Projekt nicht scheitern zu lassen. Das Artenschutz- und Auswilderungsprojekt ist einmalig in Deutschland und sogar weit darüber hinaus. Es darf nicht leichtfertig zur Disposition gestellt werden.“

Heinrichs geht es dabei nicht nur um ökologische und Artenschutz Aspekte, „auch die Tourismusregion in Wittgenstein und dem Schmallenberger Land profitiert von diesem Alleinstellungsmerkmal. Das darf man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Viele Beherbergungsbetriebe werben offensiv mit der Nähe zu den freilebenden Wisenten und der Wisent-Welt im Rothaargebirge. Mit keinem anderen Projekt hat die Region überregional in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit erregt, wie mit dem Wisent-Projekt.“

„Insbesondere die Kritiker des Projektes möchte ich bitten, nicht mit überzogenen Forderungen das gesamte Projekt in Frage zu stellen. Mit einem Zaun um die Herde wäre das Auswilderungsprojekt gestorben“, so Heinrichs weiter. „Ich kann das Bedürfnis nach möglichst großer Sicherheit nachvollziehen. Absolute Sicherheit wird es in der freien Natur, insbesondere im Wald aber nie geben. Ein gewisses Restrisiko muss man in Kauf nehmen.“

„Es sollten stattdessen vielmehr andere, technisch und finanziell umsetzbare Lösungen gefunden werden, um die Sicherheit für die Personen zu erhöhen, die den Wald betreten, in dem sich auch die Wisente aufhalten. Hierzu wurden in der letzten Sitzung des Koordinierungsausschusses mit der Veröffentlichung der GPS-Daten der Wisente und der Kommunikation von Verhaltensregeln bei der Begegnung mit Wisenten erste Maßnahmen vorgestellt, die die Sicherheit der Bevölkerung erhöhen können. Hierauf kann man aufbauen“, verlieh Heinrichs seiner Hoffnung Ausdruck, noch zu einer einvernehmlichen Lösung zu finden.

„Gerade jetzt, wo wir in Südwestfalen immer enger zusammenarbeiten, darf ein solches für die Region bedeutsames Projekt nicht an dem Kirchturmdenken Einzelner scheitern. Vielmehr heißt es, gemeinsam das Beste für die Region zu suchen“, appellierte der SPD-Landtagsabgeordnete abschließend an die Projektverantwortlichen.