Dresden, die Sächsische Schweiz und Erfurt waren Ziele der diesjährigen Informations- und Bildungsreise der Neunkirchener Sozialdemokraten, nachdem man im letzten Jahr mit Lübeck, Trelleborg und Kopenhagen den hohen Norden aufgesucht hatte.

Gleich nach Anreise mit dem komfortablen Reisebus begab man sich auf eine Stadtrundfahrt durch Dresden und seine Außenbezirke. Zwischenstopp wurde eingelegt an der Dresdener Molkerei, auch bezeichnet als „Der schönsten Milchladen der Welt“ sowie dem Weltmeister-Senfladen mit über 200 Senfsorten, eine Dresdner Spezialität. Den Abend ließ man dann beim gemeinsamen Essen ausklingen im traditionsträchtigen „Brauhaus Waldschlösschen“, unmittelbar am Elbufer gelegen.

Nach dem ausgezeichneten Frühstück, das im Hotel Maritim geboten wurde ging es zu Fuß in den unmittelbar angrenzenden Sächsischen Landtag. Dort wurde die Reisegruppe von einem jungen Mann namens Max Schoene erwartet und durch den Landtag geführt. Erläuterungen gab es zu den einzelnen Landtagsfraktionen, den diversen Ausschüssen und der Zusammensetzung und Arbeit der Landesregierung. Im großen Sitzungssaal schließlich konnten die Neunkirchener Besucher die Sitzgelegenheiten der Landtagsabgeordneten und Regierungsmitglieder ausprobieren und bekamen weiterreichende Informationen zum Land Sachsen und seiner Neuorganisation nach der Wende.

Die Neunkirchener Sozialdemokraten vor dem Sächsischen Landtag in Dresden

Danach trafen sich die Sozialdemokraten in einem Sitzungssaal mit der SPD-Landtagsabgeordneten Simone Lang, Sprecherin für Umweltpolitik, Verbraucherschutz und Seniorenpolitk. Frau Lang beantwortete ausführlich und kompetent Fragen zu den Themenkreisen Verhalten der AfD, PEGIDA, Flüchtlingssituation in Sachsen, Finanzhilfen für die Kommunen u.v.a.m.

Am Nachmittag traf man sich zu einer Stadtführung. Nur 10 Fußminuten vom Hotel entfernt war man mitten im Zentrum. Unter anderem Semperoper, Zwinger, Stadtpalais, Residenzschloss, Taschenbergpalais, Stallhof mit Fürstenzug und natürlich die Frauenkirche konnten ohne Schwierigkeiten zu Fuß erkundet werden. Beeindruckend wie viele bedeutende historische Gebäude in Dresden unmittelbar beieinander stehen. Besonders interessant war auch die Information, dass der Wiederaufbau der Frauenkirchen und vieler historischer Gebäude ohne öffentliche Mittel, also auch nicht aus dem „Solipakt“ erfolgte, sondern mit Sponsorengeldern und Spenden bewerkstelligt worden ist.

Schloss Pillnitz mit seinen umfangreichen Gärten, Parkanlagen und Gewächshäusern war dann das erste Ziel des folgenden Tages. Dort erfuhr man auch – wie zuvor schon in Dresden - von den verheerenden Auswirkungen der beiden Elbhochwasser in den Jahren 2006 und 2013.

Anschließend ging es weiter auf die Bastei in der Sächsische Schweiz, einer Felsformation mit Aussichtsplattform die einen atemberaubenden Blick über das Elbsandsteingebirge ermöglicht. Am Abend traf man sich in den Gewölben des Sophienkellers im Taschenbergpalais um bei ausgezeichnetem Essen und in mittelalterlicher Atmosphäre den Tag ausklingen zu lassen.

Am folgenden Tag hieß es dann Abschied nehmen von Dresden. Beim Einladen des Gepäckes konnte man noch eine eindrucksvolle Demonstration von Landwirten gegen die unzureichenden und existenzbedrohenden Preise erleben, die von den großen Handelsketten gezahlt an die Erzeuger werden.

Die Rückfahrt ins Siegerland wurde genutzt um einen Zwischenstopp in Erfurt einzulegen. Dort hatte man die Gelegenheit die Krämerbrücke und die schöne Altstadt zu Fuß zu erkunden.

Wo die Informationsreise der Neunkirchener Sozialdemokraten im nächsten Jahr hinführt wird noch bekannt gegeben.