Tanja Wagener, heimische SPD-Landtagsabgeordnete, besuchte jetzt den „Treffpunkt 3K“ in unmittelbarer Nachbarschaft des Bürgerzentrums und des Rathauses an der Kölner Straße in Neunkirchen. Dabei handelt es sich um die Kleiderkammer für Flüchtlinge. Außer Kleidern sind dort auch Kaffee und Kommunikation angesagt. Dafür steht also die griffige Abkürzung „3K“. Getragen wird die Initiative von rund 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, wie Leiterin Hannelore Marquardt sowie ihre Mitstreiterinnen Elke Feuring und Sieglinde Stein bei der Begrüßung der Landtagsabgeordneten betonten.

Auch einige engagierte Flüchtlinge helfen mit, dieses Angebot aufrechtzuerhalten. So lernte Tanja Wagener (MdL) Haysam Al Doukhi und Yamen Al Medyeb, zwei junge Männer aus Syrien, kennen, die sich insbesondere darum kümmern, die Daten der Kunden zu erfassen, auch helfen sie mit ihren Sprachkenntnissen bei der Überwindung von Verständigungsproblemen. „Ich finde es optimal, dass hier auch Flüchtlinge Flüchtlingen helfen. Das ist vorbildlich“, lobte Tanja Wagener (MdL).


Die Landtagsabgeordnete Tanja Wagener (4.v.r., stehend) informierte sich bei einem Besuch in Neunkirchen über die Aktivitäten der Kleiderkammer für Flüchtlinge; ihre Gesprächspartnerin war u.a. Leiterin Hannelore Marquardt (3.v.l.).

Damit die Kommunikation künftig einen noch höheren Stellenwert erhält, soll im Eingangsbereich des Treffpunkts demnächst ein kleines Begrüßungscafé entstehen, berichtete Hannelore Marquardt. Erst im vergangenen Dezember ist die Kleiderkammer, die zunächst in Altenseelbach gestartet war, in das Neunkirchener Zentrum umgezogen. Die Räumlichkeiten stellt der private Eigentümer des Gebäudes kostenlos zur Verfügung. Tanja Wagener erklärte: „Dass die Kleiderkammer jetzt an diesem zentralen Standort eine dauerhafte Bleibe gefunden hat, ist für alle Beteiligten ein Glücksfall. Dank des vorbildlichen Einsatzes ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger steht den Flüchtlingen hier eine wichtige Anlaufstelle zur Verfügung, die sie nicht nur mit Kleidern, Schuhen und Wäsche, sondern auch mit wichtigen Haushaltsgegenständen für das tägliche Leben versorgt.“

Die der Gemeinde Neunkirchen zugewiesenen Flüchtlinge sind berechtigt, den „Treffpunkt 3K“ einmal wöchentlich zu besuchen. „Pro Öffnungstag kommen im Schnitt 50 Flüchtlinge zu uns, um ihren Bedarf zu decken. Die Kleiderkammer wird also sehr gut angenommen“, unterstrich Hannelore Marquardt. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung in Neunkirchen und Umgebung ist nach wie vor stark ausgeprägt. Dennoch gibt es auch Mangelware: Es besteht noch ein erheblicher zusätzlicher Bedarf an Kleidern und Schuhen für schlanke Männer (kleine Herrengrößen) sowie für größere Kinder (ca. 140-152 Kleidergröße, Schuhgrößen ab 34).

„Die ehrenamtliche Arbeit hier in der Kleiderkammer bereitet uns allen viel Freude“, hob Hannelore Marquardt im Gespräch mit der SPD-Landtagsabgeordneten hervor. Tanja Wagener unterstrich abschließend: „Der Wert der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit, die hier in der Neunkirchener Kleiderkammer und auch anderswo geleistet wird, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ohne dieses vorbildliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger wäre es gar nicht möglich, die schwierigen Aufgaben bei der Aufnahme, Unterbringung, Versorgung und Integration der Flüchtlinge erfolgreich zu bewältigen.“ Ihren Dank verband Wagener mit der Bitte an die anwesenden Helferinnen und Helfer, ihren „gesellschaftlich wertvollen Einsatz auch in Zukunft fortzusetzen“.

Für den Publikumsverkehr geöffnet ist der „Treffpunkt 3K“ jeweils montags und mittwochs in der Zeit von 15 bis 17 Uhr. Die Abgabe von Spenden ist montags, dienstags und donnerstags, jeweils von 10 bis 12 Uhr, sowie freitags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr möglich.